Herzlich Willkommen

Liebe Leser,
hier findet ihr Einträge rund um die Neumühle und NeuSehLand. Dieser Blog ist als virtuelles Tagebuch für alle gedacht, die das Zentrum bereits kennen, als Ergänzung zu unserem Newsletter.
Wer es aber noch nicht kennt, lese bitte den Text über diesem Willkommenstext und http://www.meditation-saar.de/ , sowie http://www.neusehland-saar.de/


Montag, 26. April 2010

Eine Geburt am frühen Abend


Als meine Mutter heute unser Flaschenkind Piccolo gefüttert hat, sah sie ein Muttertier lammen und rief uns alle. So konnten wir bei der ganzen Geburt dabei sein. Zuerst waren nur das Maul und die Vorderbeine zu sehen und später immer mehr, bis der "Beutel" mitsammt Tierchen herauskam. Nach nur einer Stunde stand es schon und suchte die Milch der Mutter. Ein Wunder der Natur. Eine Gnade, dabei sein zu dürfen, wo die meisten Schafen von uns im Morgengrauen lammen, in aller Abgeschiedenheit von Herde und Mensch. Ein schönes neues Lämmchenm nun sind es insgesamt 11 Schäfchen. Die ersten sind schon einen Monat alt und machen große, freche Bocksprünge über die Wiese.
Auf dem Foto sieht man traute Zweisamkeit von Lämmchen und Muttertier heute in der Frühlingssonne, allerdings ein Lämmchen, was schon älter ist. Das Neugeborene habe ich noch nicht fotografiert.

Den Boden bereiten

Heute wurde unser Kartoffelacker geäckt, bearbeitet und Kartoffeln gesetzt, in den nächsten tagen kommt Pferdemist darauf, sodass wir auf biologische Weise düngen und leckere Kartoffeln im Herbst werden ernsten können. Ein kleiner Teil des Ackers wurdes frei gelassen für Gemüse. Unsere Mitarbeiterin Gudrun Lellig hatte dies maßgeblich in ihren Händen und ihr Sohn, sowie unser Referent und Freund André Hirschmann packten tatkräftig an.
Den boden für "Früchte" zu bereiten, ist viel Arbeit, macht aber Spaß und bereitet im Herbst die Freude des Erntens und Essens. Nichts schmeckt so gut, wie selbstangebautes Gemüse.

Tag des Baumes - 25.April

Durch das Projekt Plant for the planet habe ich gelernt, dass am 25. April der Tag des Baumes ist. Nachdem wir am Earth Day am Donnerstag, den 22. April einen kleinen Mischwald auf dem Gelände der Neumühle gepflanzt haben, bzw. durch den Mitarbeiter der Forstbaumschule haben pflanzen lassen, haben wir am Sonntag, pünktlich zum Tag des Baumes alle Bäume herzlich willkommen geheißen in einer kleinen Segensfeier nach der Liturgie. Wir haben Osterwasser auf der ganzen Wiese verteilt, gesungen und den Bäumchen Kraft geschickt. Die können sie auch gebrauchen, denn sie sind noch ganz klein und werden nun dort weiterwachsen. Ich hoffe, dass möglichst alle Bäume angegehen. Im Moment stehen schon mal 600 Bäume, wir werden sehen, ob wir noch mehr pflanzen können. Wir dachten zuerst an 800-900, aber da haben wir wohl den Gärtner falsch verstanden.
600 Bäume, Rotbuchen, Ahorn, Eichen, Wildkirschen sind nun unsere Nachbarn und ich freue mich sehr darüber. Mögen sie wachsen und gedeihen!

Es freut mich, dass wir mit dieser Pflanzung der Natur ein Stück Leben wieder zurückgeben, wo wir Menschen mit all unserer Umweltverschmutzung und Autoabgasen mit der Natur nicht besonders freundlich umgehen. Das Pflanzen ist ein kleiner Teil, ein kleiner Beitrag, ein kleiner Wald, den wir dem großen Wald wiederschenken. Ich freue mich, wenn unsere Baumfreunde gut gedeihen werden und in einigen Jahren der Mischwald als Wald sichtbar sein wird, wenn die Kleinen groß geworden sind. Wer davon angeregt ist, selbst Bäume zu pflanzen, möge dies tun und kann beim Projekt Plant für the Planet mitmachen. Die Idee, soviele Bäume wie möglich auf dieser Erde zu pflanzen ist einfach toll und lebenswichtig.

Montag, 19. April 2010

Wir pflanzen einen Wald!

Wir pflanzen einen Wald und alle können mitmachen. Viele wissen nicht, dass das Grundstück der Neumühle auf der andere Straßenseite weitergeht und dort noch viele Wiesen sind. Bisher haben nur unsere Schafe etwas von dieser Wiese gehabt. Nun bepflanzen wir sie und es entsteht ein kleiner Wald mit ca 800-900 Bäumen. Ein kleiner Mischwald. Am kommenden Donnerstag, 22.April werden sie gepflanzt. Weil es doch viele Bäume sind, übernimmt dies eine Firma, denn alle Bäume müssen innerhalb eines Tages in der Erde sein, sonst gehen sie kaputt. Mitmachen kann aber jeder mit einer Baumpatenschaft un wer Zeit und Lust hat, kann auch zum Pflanzen dazu kommen, dies mit Gebet und Gesang begleiten und auch einige Bäume pflanzen. Dazu bitten wir herzlich um telefonische Rückmeldung bis zum Mittwoch, den 21.4: 06868)91030

Geschichte zur Baumbepflanzung: es kamen zwei Ideen zusammen, die Idee meiner Mutter und Leiterin der Neumühle Eleonore Massa, das Stück Land für die Natur nutzbarer zu machen, in dem es Wald wird und damit einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Und die Idee von Kindern, Bäume zu pflanzen auf der ganzen Welt. Bis zum 1. Mai wollen sie hier in Deutschland 1 Million Bäume pflanzen und wir sind dabei mit unseren Bäumen. Wer darüber mehr lesen möchte: http://www.plant-for-the-planet.de/ Und jeder ist eingeladen, in seinem Umfeld Bäume zu pflanzen. Laßt und mit Bäumen einandern vernetzen und uns miteinander verbinden!

Mein Freund der Baum
Ich komme dich oft besuchen, teile mit Dir meine Tränen vor Freude und vor Leid. Was hast Du schon alles in Deinem Leben erlebt? Wie viele Jahrzehnte gehen Menschen und Tiere an Dir vorbei, Du siehst die Geschichten, die sie spielen, wieviele Winter und Sommer hast Du erlebt.
Du weiser guter Freund. Ich kann mich an Dich anlehen und einfach da sein, sein im SEIN. Mit Dir zusammen. Du mein lieber Freund.

Sonntag, 18. April 2010

Nachruf



Ich bin betroffen und trage den Schmerz des Abschieds in mir als ich an Ostern in einer Mail lese: our mangala tiwari (our mother) passed away. Meine Lehrerin im indischen Gesang, die mich viele Monate in Varanasi, unterrichtete verstarb am 1.April an Krebs. Sie war so kräftig und willensstark. So mutig, und dennoch schaffte sie es nicht. Ich weine, weil ich ihre wunderbare Stimme nicht mehr hören werde, nur in meinem inneren Ohr, in meinem Inneren und auf den Aufnahmen, die ich von ihr habe. Sie hat meine Seele berührt, sobald sie sang. Ihre Stimme hat vür mich das ganze Universum in den Raum und in mein Herz gebracht. In ihre Stimme versunken konnte ich so viel, viel über Gesang lernen. Habe so viel spaß und Freude an der Musik gehabt und an der Meditation in der Musik. Von ihr unterrichtet zu werden war auch nicht immer leicht, wie das so oft ist zwischen Gesangslehrerin und Schülerin, aber es war eine große Ehre und Gnade. Ihr zu Ehren und mir zu Freude werde ich immer und immer wieder singen und alles, was ich von ihr lernen durfte praktizieren. Mangala Tiwari war Sängerin im Stil des Khajal, einem der großen nordindischen Gesangsstile. Sie gehörte zu einer großen Musik-Gharana an, einer Musikerfamilie, von ihrem Großvater hat sie viel gelernt und von vielen anderen Lehrern. Sie hatte nicht das Glück, ein großes Coming out zu haben, das ist schade. Vielleicht wird sie im Nachhinein doch noch mehr gehört.
An Ostern war das Thema Tod so präsent, Mangala starb, ein Hund starb, den wir auf einem Spaziergang trafen und zwei Minuten später lag er tod da, ein Lämmchen kam tod zur Welt. Der Tod war präsenter als sonst, aber eigentlich ist er immer und überall. Solche Ergeignisse machen dies nur etwas bewußter.
So werde ich singen, so viel ich kann.

Montag, 5. April 2010

Christus ist auferstanden!


ER IST WAHRHAFTIG AUFERSTANDEN!

Diese Botschaft ist so unglaublich wie wunderbar. Das Licht besiegt den Tod, das Leben geht transzendiert auf einer anderen, lichtvolleren Stufe weiter. Trost und Freude, Heiterkeit und pure Lebensfreude empfinde ich jedes Jahr an Ostern.
Möge das Licht uns alle ergreifen und durchdringen, auf dass wir leuchtend und glücklich einander begegnen.
FROHE OSTERN!

PS.: Auch bei unseren Schafen gab es zu Ostern Tod und Geburt. Es kamen bisher noch weitere drei kleine, gesunde Lämmchen und am Ostersonntag leider auch eine Todgeburt, es war zu klein, zu schwach und war tod, als ich es auf der Wiese fand. Tod und Leben sind eins. Leben kann nur da wirklich lebendig sein, wenn wir uns der Allgegenwärtigkeit des Todes bewußt sind. Je mehr Leben ich an mich heranlasse, um so mehr Tod. Je weniger Leben, desto weniger lebe ich bereits im Leben. Welche Wahl habe ich also?

Samstag, 3. April 2010

Ostern in bunt


Gerade läuft der Osterkur mit Helge Burggrabe und meiner Mutter Eleonore Massa und während der Kurs unten in den Räumen tanzt und singt und sich auf die Osterliturgien einstimmt versorge ich meine kranke Tochter und habe es richtig ruhig. So aufregend eine Krankheit ist, aber einfach nur für sein Kind da zu sein ist für mich sehr meditativ und gut. Tag und Nacht, Zeit hat keine Dimension mehr. Man ist einfach da. Das ist schon etwas besonderes. Heute ging es ihr besser sodass wir Eier bunt malen konnten. Was für ein Spaß mit den ganzen Farben!
Gestern haben wir gemeinsam mit meinem Freund unsere Schalen für die Osterkerze gefertigt.
Mirjams Schale sah alle paar Minuten anders aus. "Stirb und Werde", das Motto von Karfreitag konnte ich da leibhaftig sehen. Während wir Erwachsenen mit unserer Schale bemüht waren und bemüht, dass sie schön une heil aussieht, hatte Mirjam viel Spaß damit zu gestalten und umzugestalten, wir würden sagen, es kaputt zu machen. Aber so nahm die Schale viele, viele verschiedenen Formen an. Die Freude des Schaffens und des Zerstörens kann man bei kleinen Kinder wunderbar beobachten, Stirb und Werde. Ja, das Leben ist auch nicht anders. Das ist das Leben, stirb und werde.
Frohe Ostern wünschen wir alle aus der Neumühle und eine freudige Auferstehung heute Nacht!