Herzlich Willkommen

Liebe Leser,
hier findet ihr Einträge rund um die Neumühle und NeuSehLand. Dieser Blog ist als virtuelles Tagebuch für alle gedacht, die das Zentrum bereits kennen, als Ergänzung zu unserem Newsletter.
Wer es aber noch nicht kennt, lese bitte den Text über diesem Willkommenstext und http://www.meditation-saar.de/ , sowie http://www.neusehland-saar.de/


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Donnerstag, 23. Dezember 2010

Weihnachtsgruß


Weihnachten - die Zeit der Hektik, des Trubels, dem Hinterherhastens nach Liebe.
Weihnachten - die Zeit, die ohne die Hektik aber auch nicht ganz so schön wäre.
Weihnachten - die Zeit des Streits, der aufgeriebenen Nerven, der Einsamkeit und des Schmerzes.
Weihnachten - die Zeit der Plätzchen, des Glühweihns, der behaglichen Stille und der Kerzen.
Weihnachten - die Zeit der Dunkelheit, der Angst und der Kälte.
Weihnachten - die Zeit der strahlenenden Kinderaugen, der Weihnachtslieder und der Christbaumkugeln.
Weihnachten - ein Geschenk, auf jeden Fall, bitter und süß, schmerzhaft und lieblich. Dunkel und hell, wie das Leben selbst.

FROHE WEIHNACHTEN!
Und einen guten Beginn des NEUEN JAHRES!
Marie-Gabriele Massa

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Geburt des Lichtes - Neues Jahr mit neuem Licht

Gedanken zum Weihnachtsfest und zur Zeit im "Dazwischen"
Bisher habe ich den Lärm und die Hektik vor Weihnachten eher verachtet. Den Kommerztrubel und das alles. Zu Weihnachten hin gibt es auch viel öfter Streitereien. Ich frug mich, warum machen wir uns solche einen Stress in einer Zeit, die besonders stressfrei sein sollte. Sie sollte es, ist es aber nicht. Gerade dieser Konflikt ist das Feuer vor Weihnachten, welches manchmal richtig lodert. Nun kann man sagen, das ist Unsinn, ich entziehe mich dem. Aber mir kam ein neuer Gedanke: Weihnachten ist die Geburt des Lichtes. In unseren Breiten ist es der Wendepunkt vom dunkelsten Zeitpunkt hin zu längeren Tagen, zu Licht. Eine Geburt geht selten einfach so, ohne Schwierigkeiten und Schmerzen einher. Die Adventszeit ist wie eine kurze Schwangerschaft und verglichen mit einer Schwangerschaft harmlos. Die Geburt des Lichtes bruacht auch das Dunkel, damit wir die Ruhe und die Geborgenheit nach der Geburt besonders wahrnehmen können. Ich genieße jedes Jahr die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Sie sind eine Art Zwischenzeit, ein zeitloser Raum, ein Schwebezustand, in dem Ruhe, Besinnlichkeit, Nachdenken Raum hat. Freunde treffen, gemeinsam Plätzchen essen und Tee trinken, über das alte Jahr reflektieren, mit den Kindern spielen, Spaziergänge unternehmen, festlich essen. All das hat in dieser Zeit Raum, nachdem die Zeit vor Weihnachten meist aufreibend und frustrierend sein kann. All das muss vielleicht sein, oder besser: hat seinen Raum, damit das Schöne, Angenehme ebenso seinen Ruam haben kann.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Loslassen des alten Jahres und ein gesundes und fröhliches Begrüßen des neuen Jahres.
Gottes Segen!

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Besuch vom heiligen Nikolaus oder: Ein leerer und gefüllter Rahmen


Am Nikolausabend,
den 5. Dezember, es war der letzte Samstag, versammelten wir uns im Kaminzimmer, die EutonieschülerInnen der Eutonieausbildung und setzten uns zu Plätzchen, Kerzenschein und Adventsbrot, Glühwein und gegenseitig heimlich gefüllte Socken. Plötzlich stand der Nikolaus im Türrahmen! Und zwar kein so ein Kommerz-Nikolaus, der mit Santa Claus zu verwechseln wäre, nein, Hans Herrmann aus unserer Gruppe, Seelsorger und Pfarrer im wirklichen Leben stand im echten feierlichen violetten Bischofsgewand (das Priestergewand darunter war von meinem Vater, er fühlte sich zurecht stolz, es anziehen zu dürfen) und Mytra, sowie Bischofstab da und hatte seinen Wanderrucksack geschultert. Die Ordensfrau Gabriela, ebenfalls aus unserer Gruppe hatte ihm alles aus ihrer Gemeinschaft besorgt und die Beiden wollten uns überraschen. MIT ERFOLG!
Wir fühlten uns schlagartig in unsere Kindheit versetzt und meine Mutter konnte Mirjam, die dabei war gerade noch vom Weinen abhalten. Kinder haben Respekt vor diesem Mann!
Nikolaus sprach vom Licht, was er aus dem Himmel her sah, als er über die Welt "flog" und über der Neumühle war und da wollte er doch einmal nachsehen, woher dieses Licht, diese Schwingung kam...Daher klopfte er bei uns an und trat ein. Er sprach vom Rahmen, den alle mit den Lichtern, den Plätzchen, den Geschenken und Märkten um Weihnachten herummachten und stellte die Frage: Und was ist drin? Nichts, nur ein leerer Rahmen. Es fehlt das Wesentliche: die Liebe, das Licht, was aus dem Herzen scheint. Das Licht für einander. Es war lustig und anrührend zugleich.
In der Neumühle erlebe ich und nicht nur ich einen gefüllten Rahmen und auch mit meinen Freunden. Das Licht der Freundschaft füllt meinen Rahmen und das ist ein großes Geschenk.
Wie ist Eurer Rahmen gefüllt?
Erzählt es mir, erzählt es allen, denn um das Füllen geht es doch, nicht um das Drumrum.
Bevor Nikolaus wieder gehen konnte, überredenten wir ihn, wie kleine Kinder, doch bei Christian Bollmanns Gruppe vorbeizugehen, die im großen Saal. Die Gruppe übte das ganze Wochenende die Gesänge des aramäischen Vaterunsers ein "Abwun". Wer es nicht kennt, sollte sich die CD und das Buch dazu mal ansehen und anhören. Es öffnet die Herzenstüren in tiefer Weise.
So wippten wir gemeinsam mit dem heiligen Nikolaus im Takt zu "Abwun" im Gänsemarsch in den Vortragssaal hinein, Nikolaus zuerst, dann die ganze GRuppe. Alles freute sich mit Kinderaugen. Wir tanzten alle gemeinsam im Kreis und sagen aus vollem Herzen einige Takte des "Abwun" mit....dann auch später... "Laßt uns frooooh uuund munter sein"....
Es ist schön, wenn auch die Spirits über sich und mit einander lachen können.
Es lebe die Freude.
In diesem Sinne fröööhliche Weihnacht überall......tönt es durch die Lüfte froher Schall.