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hier findet ihr Einträge rund um die Neumühle und NeuSehLand. Dieser Blog ist als virtuelles Tagebuch für alle gedacht, die das Zentrum bereits kennen, als Ergänzung zu unserem Newsletter.
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Montag, 26. April 2010

Eine Geburt am frühen Abend


Als meine Mutter heute unser Flaschenkind Piccolo gefüttert hat, sah sie ein Muttertier lammen und rief uns alle. So konnten wir bei der ganzen Geburt dabei sein. Zuerst waren nur das Maul und die Vorderbeine zu sehen und später immer mehr, bis der "Beutel" mitsammt Tierchen herauskam. Nach nur einer Stunde stand es schon und suchte die Milch der Mutter. Ein Wunder der Natur. Eine Gnade, dabei sein zu dürfen, wo die meisten Schafen von uns im Morgengrauen lammen, in aller Abgeschiedenheit von Herde und Mensch. Ein schönes neues Lämmchenm nun sind es insgesamt 11 Schäfchen. Die ersten sind schon einen Monat alt und machen große, freche Bocksprünge über die Wiese.
Auf dem Foto sieht man traute Zweisamkeit von Lämmchen und Muttertier heute in der Frühlingssonne, allerdings ein Lämmchen, was schon älter ist. Das Neugeborene habe ich noch nicht fotografiert.

Donnerstag, 31. Dezember 2009

Geburt des Lichtes - Neues Jahr mit neuem Licht

Gedanken zum Weihnachtsfest und zur Zeit im "Dazwischen"
Bisher habe ich den Lärm und die Hektik vor Weihnachten eher verachtet. Den Kommerztrubel und das alles. Zu Weihnachten hin gibt es auch viel öfter Streitereien. Ich frug mich, warum machen wir uns solche einen Stress in einer Zeit, die besonders stressfrei sein sollte. Sie sollte es, ist es aber nicht. Gerade dieser Konflikt ist das Feuer vor Weihnachten, welches manchmal richtig lodert. Nun kann man sagen, das ist Unsinn, ich entziehe mich dem. Aber mir kam ein neuer Gedanke: Weihnachten ist die Geburt des Lichtes. In unseren Breiten ist es der Wendepunkt vom dunkelsten Zeitpunkt hin zu längeren Tagen, zu Licht. Eine Geburt geht selten einfach so, ohne Schwierigkeiten und Schmerzen einher. Die Adventszeit ist wie eine kurze Schwangerschaft und verglichen mit einer Schwangerschaft harmlos. Die Geburt des Lichtes bruacht auch das Dunkel, damit wir die Ruhe und die Geborgenheit nach der Geburt besonders wahrnehmen können. Ich genieße jedes Jahr die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr. Sie sind eine Art Zwischenzeit, ein zeitloser Raum, ein Schwebezustand, in dem Ruhe, Besinnlichkeit, Nachdenken Raum hat. Freunde treffen, gemeinsam Plätzchen essen und Tee trinken, über das alte Jahr reflektieren, mit den Kindern spielen, Spaziergänge unternehmen, festlich essen. All das hat in dieser Zeit Raum, nachdem die Zeit vor Weihnachten meist aufreibend und frustrierend sein kann. All das muss vielleicht sein, oder besser: hat seinen Raum, damit das Schöne, Angenehme ebenso seinen Ruam haben kann.
In diesem Sinne wünsche ich allen ein gutes Loslassen des alten Jahres und ein gesundes und fröhliches Begrüßen des neuen Jahres.
Gottes Segen!

Freitag, 3. April 2009

Lämmchen purzeln in die Frühlingsluft


Am letzten Sonntag wurden die ersten Lämmchen für dieses Jahr geboren. Unser Schaf mit dem Namen Schätzchen, was wir vor zwei Jahren mit der Flasche groß gezogen hatten, bekam nun seine ersten Kleinen, gleich ein Zwillingspaar. Eines etwas kleiner, dafür flinker und ein Größeres. Doch richtig groß waren sie zu Anfang nicht. Beide waren sehr klein, aber dank der guten reichhaltigen Muttermilch wachsen sie jeden Tag ganz kräftig.
Das Erste wurde in ein kleines Bächlein geboren, aus dem es sich herausschaffen mußte. Innerhalb der ersten zehn Minuten konnte es laufen und sich aus dem kalten Naß selbst befreien. Plötzlich purzelte das Geschwisterchen heraus, überschlug sich am Abhang und blieb auf halben Wege liegen, zwei Beine befreiten sich aus der schützenden Hülle und wir hörten ein helles "Määää". Sofort lief das Muttertier aufgeregt zwischen beiden Lämmern hin und her und leckte beiden eifrig trocken. Nach kurzer Zeit, konnte das Zweite auch schon stehen und erprobte seine stacksigen Beinchen. Es war ein sehr berührender Moment, ich war voller Dankbarkeit, bei der Geburt dabei sein zu dürfen. Normalerweise lammen unsere Schafe immer so, dass niemand zuschaut. Geburtshilfe braucht auch niemand zu leisten, das bekommen sie alle selber hin. Ein Wunder des Lebens, so klein und hilflos, aber wie schnell geht es weiter, wie schnell können sie laufen, trinken und heute hüpften die beiden bereits in der Frühlingssonne, machten lustige Bocksprünge und schon die ersten kleinen Kämpfchen.
In der hellen, warmen Sonne wurde heute auch wieder ein Schaf geboren, fast doppelt so groß wie die zwei Kleinen, ein wunderschönes Tier. Die nächsten Tage werde die anderen kommen, wir erwarten noch 4-6 weitere Lämmchen. Sie kommen pünktlich zu Ostern. Aber wer sich nun auf ein Osterlamm freut, muss sich selbst eines aus Kuchenteig backen, denn unsere Lämmer werden nun erst einmal groß und genießen das Leben auf unseren Weiden.