...ich liebe die Gedichte von Rainer Maria-Rilke und auch wenn ich keine Literatin bin und höchstens nur halb so viel Ahnung von Literatur habe wie meine Freundin Petra Kopf als Schauspielerin, so möchte ich hier einen Text teilen, der für mich in diese Zeit des Zwischenraums zwischen Winter und Frühling paßt. Sie paßt für mich in diese Zeit und auch in meine Zeit, in mein Sein als innerlich suchender und zugleich in der Ewigkeit verwurzelter Mensch.
Das ist die Sehnsucht: wohnen im Gewoge
und keine Heimat haben in der Zeit.
Und das sind Wünsche: leise Dialoge täglicher Stunden mit der Ewigkeit.
Und das ist Leben. Bis aus einem Gestern
die einsamste von allen Stunden steigt,
die, anders lächelnd als die andern Schwestern, dem Ewigen entgegenschweigt.
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Mittwoch, 3. März 2010
Freitag, 3. April 2009
Lämmchen purzeln in die Frühlingsluft

Am letzten Sonntag wurden die ersten Lämmchen für dieses Jahr geboren. Unser Schaf mit dem Namen Schätzchen, was wir vor zwei Jahren mit der Flasche groß gezogen hatten, bekam nun seine ersten Kleinen, gleich ein Zwillingspaar. Eines etwas kleiner, dafür flinker und ein Größeres. Doch richtig groß waren sie zu Anfang nicht. Beide waren sehr klein, aber dank der guten reichhaltigen Muttermilch wachsen sie jeden Tag ganz kräftig.
Das Erste wurde in ein kleines Bächlein geboren, aus dem es sich herausschaffen mußte. Innerhalb der ersten zehn Minuten konnte es laufen und sich aus dem kalten Naß selbst befreien. Plötzlich purzelte das Geschwisterchen heraus, überschlug sich am Abhang und blieb auf halben Wege liegen, zwei Beine befreiten sich aus der schützenden Hülle und wir hörten ein helles "Määää". Sofort lief das Muttertier aufgeregt zwischen beiden Lämmern hin und her und leckte beiden eifrig trocken. Nach kurzer Zeit, konnte das Zweite auch schon stehen und erprobte seine stacksigen Beinchen. Es war ein sehr berührender Moment, ich war voller Dankbarkeit, bei der Geburt dabei sein zu dürfen. Normalerweise lammen unsere Schafe immer so, dass niemand zuschaut. Geburtshilfe braucht auch niemand zu leisten, das bekommen sie alle selber hin. Ein Wunder des Lebens, so klein und hilflos, aber wie schnell geht es weiter, wie schnell können sie laufen, trinken und heute hüpften die beiden bereits in der Frühlingssonne, machten lustige Bocksprünge und schon die ersten kleinen Kämpfchen.
In der hellen, warmen Sonne wurde heute auch wieder ein Schaf geboren, fast doppelt so groß wie die zwei Kleinen, ein wunderschönes Tier. Die nächsten Tage werde die anderen kommen, wir erwarten noch 4-6 weitere Lämmchen. Sie kommen pünktlich zu Ostern. Aber wer sich nun auf ein Osterlamm freut, muss sich selbst eines aus Kuchenteig backen, denn unsere Lämmer werden nun erst einmal groß und genießen das Leben auf unseren Weiden.
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