Herzlich Willkommen

Liebe Leser,
hier findet ihr Einträge rund um die Neumühle und NeuSehLand. Dieser Blog ist als virtuelles Tagebuch für alle gedacht, die das Zentrum bereits kennen, als Ergänzung zu unserem Newsletter.
Wer es aber noch nicht kennt, lese bitte den Text über diesem Willkommenstext und http://www.meditation-saar.de/ , sowie http://www.neusehland-saar.de/


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Mittwoch, 17. Februar 2010

Singen, Schwingen, Schweigen

Fasnacht war in der Neumühle mal wieder ganz besonders. Sämtliche Fasnachtsflüchtlinge waren hier versammelt und hatte aber auch ihre Weise viel Spaß und Freude hier. Im Kurs "Tage der Stille" unter der Leitung von Eleonore Massa wurden Körper, Geist und Seele fein gestimmt auf die zarten Schwingungen, die uns umgeben und wieder ins Lot gebracht. Und in der Jahres-Singgruppe mit Christian Bollmann und Jutta Reichart wurden die ganzen Tage feine Schwingungen getönt, getanzt und bis spät in die Nächte bei Rotwein, Kerzenschein und Gitarre gemütlich zusammen gesessen und gesungen. Der Valentinstag am Sonntag, der zugleich auch der World Healing Sound Day war, war ein Höhepunkt mit dem Konzert von Jutta und Christian, sowie einen Tag später am Rosenmontag die Liturgie mit Eleonore in der Krypta. Für mich war das ganze Wochenende ein wunderbares Geschenk, mit vielen herzlichen Begegnungen im Gespräch und gemeinsamem Austausch von Musik.
In einem nächsten Blog möchte ich ausführlich über das Peace Pool Project von Christian Bollmann berichten. Es soll eine eigenen Platz in einem eigenen Blog bekommen.
Alles in allem kann ich das Wochenende mit folgenden Worten zusammenfassen:
Singen, Schwingen, Schweigen in Gemeinschaft und allein, bei verzauberter Winterlandschaft und Musik, Kerzenschein und strahlenden Augen.
Zum Abschluss muss ich ja aber doch noch loswerden, dass ich alles andere als ein Fasnachtsflüchtling bin, siehe Foto beim Merziger Fasnachtsumzug.
Fotos können leider im Moment nicht geladen werden.

Sonntag, 20. Dezember 2009

Weitere Herzen sind gekommen!

Schon seit zwei Wochen möchte ich berichten, dass die Neumühle vier weitere Herzen zu Weihnachten geschenkt bekommen hat. Es war viel los, in der ruhigen Weihnachtszeit und ich komme ja auch immer nur nachts dazu. Und hin und wieder schaffe ich es einfach nicht, doch noch auf zu bleiben, um einen Blog zu schreiben. Daher diese Nachricht erst so spät.
Nun sind es in der Aktion 1000 Herzen 470 Herzen, eine stolze Zahl! Wer neu auf dieser Seite ist und diesen Blog nun liest, nicht weiß, um welche Aktion es sich handelt, kann den Blog über die Herzen im November nachlesen.


AN ALLE, die ein Herz bisher geschenkt haben: DANKE, DANKE, DANKE, im Namen aller, die in die Neumühle kommen und davon Nutzen tragen. Ihr habt ja nicht nur 250€ gespendet, sondern Euch vor allem wirklich mit Eurem Herz eingebracht und die Arbeit des Zentrums unterstützt. Freut Euch mit uns, nächstes Jahr feiert das Zentrum sein 35 jähriges Jubiläum. Im Programm sind viele Veranstaltungen, an denen wir feiern. Und für alle, die ein Herz geschenkt haben auch ein besonderer Kurs:
Das Fest der Herzen, http://www.meditation-saar.de/html/sem_details.asp?id=832

Die Fotos, welche ich hier in diesem Zusammenhang ins Netz stelle habe ich auf der Straße "gefunden", und das andere auf dem Feld. Beinahe sind sie wie Negative für einander: das eine ist ein Schneeherz auf Asphaltuntergrund, das andere ist ein Erdherz mit Schneeumrahmung, oder Schneeumarmung?:)Man findet so viel Herzen, wenn man nur mit dem Herzen sieht. Das Leben ist schön.

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Besuch vom heiligen Nikolaus oder: Ein leerer und gefüllter Rahmen


Am Nikolausabend,
den 5. Dezember, es war der letzte Samstag, versammelten wir uns im Kaminzimmer, die EutonieschülerInnen der Eutonieausbildung und setzten uns zu Plätzchen, Kerzenschein und Adventsbrot, Glühwein und gegenseitig heimlich gefüllte Socken. Plötzlich stand der Nikolaus im Türrahmen! Und zwar kein so ein Kommerz-Nikolaus, der mit Santa Claus zu verwechseln wäre, nein, Hans Herrmann aus unserer Gruppe, Seelsorger und Pfarrer im wirklichen Leben stand im echten feierlichen violetten Bischofsgewand (das Priestergewand darunter war von meinem Vater, er fühlte sich zurecht stolz, es anziehen zu dürfen) und Mytra, sowie Bischofstab da und hatte seinen Wanderrucksack geschultert. Die Ordensfrau Gabriela, ebenfalls aus unserer Gruppe hatte ihm alles aus ihrer Gemeinschaft besorgt und die Beiden wollten uns überraschen. MIT ERFOLG!
Wir fühlten uns schlagartig in unsere Kindheit versetzt und meine Mutter konnte Mirjam, die dabei war gerade noch vom Weinen abhalten. Kinder haben Respekt vor diesem Mann!
Nikolaus sprach vom Licht, was er aus dem Himmel her sah, als er über die Welt "flog" und über der Neumühle war und da wollte er doch einmal nachsehen, woher dieses Licht, diese Schwingung kam...Daher klopfte er bei uns an und trat ein. Er sprach vom Rahmen, den alle mit den Lichtern, den Plätzchen, den Geschenken und Märkten um Weihnachten herummachten und stellte die Frage: Und was ist drin? Nichts, nur ein leerer Rahmen. Es fehlt das Wesentliche: die Liebe, das Licht, was aus dem Herzen scheint. Das Licht für einander. Es war lustig und anrührend zugleich.
In der Neumühle erlebe ich und nicht nur ich einen gefüllten Rahmen und auch mit meinen Freunden. Das Licht der Freundschaft füllt meinen Rahmen und das ist ein großes Geschenk.
Wie ist Eurer Rahmen gefüllt?
Erzählt es mir, erzählt es allen, denn um das Füllen geht es doch, nicht um das Drumrum.
Bevor Nikolaus wieder gehen konnte, überredenten wir ihn, wie kleine Kinder, doch bei Christian Bollmanns Gruppe vorbeizugehen, die im großen Saal. Die Gruppe übte das ganze Wochenende die Gesänge des aramäischen Vaterunsers ein "Abwun". Wer es nicht kennt, sollte sich die CD und das Buch dazu mal ansehen und anhören. Es öffnet die Herzenstüren in tiefer Weise.
So wippten wir gemeinsam mit dem heiligen Nikolaus im Takt zu "Abwun" im Gänsemarsch in den Vortragssaal hinein, Nikolaus zuerst, dann die ganze GRuppe. Alles freute sich mit Kinderaugen. Wir tanzten alle gemeinsam im Kreis und sagen aus vollem Herzen einige Takte des "Abwun" mit....dann auch später... "Laßt uns frooooh uuund munter sein"....
Es ist schön, wenn auch die Spirits über sich und mit einander lachen können.
Es lebe die Freude.
In diesem Sinne fröööhliche Weihnacht überall......tönt es durch die Lüfte froher Schall.

Mittwoch, 2. Dezember 2009

Eine berührende Lebensgeschichte

Über den Taizé-Vortrag von Michael Kunze am letzten Mühlensonntag, der zugleich der erste Advent war.
Die Glocken von Taizé läuten und wir hören die Choräle der Brüder, wie sie sie vor 30 Jahren sangen. Michael steht in der linken Ecke des Vortragssaales und läßt uns diesen akkustischen Eindrücke lauschen. Auf der Leinwand ist der grüne Hügel von Taizé im Frühling zu sehen. Eine gemütliche, ja adventliche Stimmung macht sich in mir breit. Die Choräle sind wunderschon, sie schwingen sich in mein Herz und machen es weit. Weit für die Worte, die bald darauf folgen, aus dem Tagebuch des ehemaligen Taizé-Bruders Michael. Alle Gäste lauschen aufmerksam, gebannt, wie Kinder. Es ist auch eine spannende Geschichte, die Michael vorliest, fast wie aus einem Lesebuch, aber das berührende daran: es ist sein Leben.
Wer Taizé kennt, lernt nun neue, sehr schöne Seiten kennen. Man wird auch nachdenklich, ist Taizé hauptsächlich ein Ort für Jugendliche oder werden wir Erwachsene auch mit offenen Armen aufgenommen?
Nach wie vor berühren mich die Worte aus den Regeln der Gemeinschaft und bleiben für mich die Essenz des Vortrages, des Nachmittages und vonMichael, dem ich mich als Mensch und Freund verbunden fühle:
Laß in deinem Tag Arbeit und Ruhe von Gottes Wort ihr Leben empfangen. Bewahre in allem die innere Ruhe, um in Christus zu bleiben.



Laß dich durchdringen vom Geist der Seligpreisungen:



Freude, Einfachheit, Barmherzigkeit.



Montag, 28. September 2009

NeuSehLand im Herbst

Klangvolle Stille für Groß und Klein am 2.-4. Oktober

In einige wenigen Tagen treffen sich Familien und Einzelpersonen auf NeuSehLand, um gemeinsam mit Christopf Becker, Musiker und Musiktherapeut und Marie-Gabriele Massa, also mir:) Musik-und Tanzpädagogin und Clownin ein Wochenende die Stille, die Musik, Spiele in Wald und Wiesen und die Gemeinschaft zu genießen. Es sind noch Plätze frei für Kurzentschlossene.

Zu den Fotos: Singen, Schwingen, Klingen, zu diesem Motto kamen am vergangenen Samstag in Tünsdorf in derMusikwerkstatt von Jutta Hühnerkopf (mehr Info: ROTES PFERD KINDER UND KUNST e.V. Musikwerkstatt) Eltern mit ihren Kindern ab 3 Jahren und verbrachten mit mir einen schwung- und gesangsvollen Nachmittag. Ähnlich geht es am kommenden Wochenende hier in der Neumühle weiter.


Heute begann der neue Trommelkurs, unter der Leitung von Inge Braun. Auch hier können Kurzentschlossene noch einsteigen.
Es war heute schon mal eine tolle Stimmung.

In den Herbstferien können sich SchülerInnen unter der Leitung von Referent Aloisius Pongratz für die Herausforderungen des Lernens in der Schule fit machen.
"Mit Begeisterung spielen - mit Freude lernen" 9.-11. Oktober.
Dazu gibt es im November auch einen ganzen Workshoptag am 28.11.
Anmeldung und weitere Infos zu den Kursen unter: http://www.neusehland-saar.de/

Wir freuen uns auf Eurer Kommen!











Montag, 31. August 2009

Tag der offenen Tür


ein gelungener Tag, voller Freude, schöner Begegnungen, gutem Essen, toller Workhops, berührender Liturgie und wunderbarem Wetter.
Gestern, am 30. August öffeneten NeuSehLand und die Neumühle alle ihre Türen und es strömten aus allen Himmelsrichtungen zahlreiche Menschen jeden Alters herbei. Ich schätze, der jüngste Mensch war 14 Monate und der Älteste gut und gerne 80 Jahre alt. Auch viele Jugendliche und Kinder kamen und erfreuten sich am Schwimmen im See, am Bauerngolf, am Filzen von Bällen und Basteln und am Konzert der 15 Jährigen Melissa Strunk aus Tünsdorf, die zum Teil selbstgeschriebene Lieder mit eigener Gitarrenbegleitung sang.


Aber von vorne erzählt: Der Tag wurde eingerahmt mit jeweils einer Stunde Qi Gong Workshop mit Frau Dr. Pan (aus der Rehaklinik Orscholz) auf der Terasse und am See, dann versammelten sich alle dicht gedrängt in der Krypta zur gemeinsamen liturgischen Feier mit Eleonore Massa. Dies war bereits am Vormittag einer der vielen Höhepunkte, denn Viele waren sehr berührt von der ganzen Feier.




Nach dem etwas chaotischen Mittagessen (es kamen fast doppelt so viele, wie angemeldet!) wurde in großer Runde auf dem Hof groß aufgetrommelt unter der Leitung von Inge Braun. Gleichzeitig war ein Empfang der Vips aus der Umgebung, so kamen der Bürgermeister von Perl und eine Vertreung für die Bürgermeisterin von Mettlach, ebenso eine Vertretung des Orscholzer Ortsvorstehers, im Saarland waren ja Wahlen, sodass eben eine Vertretung geschickt werden mußte. Später kam auch noch der Ortsvorsteher aus Tünsdorf. Es war eine sehr interessierte, aufgeweckt eund wohlwollende Runde. Nach der Mühlenführung gab es zahlreiche weitere Workshops, wie das Singen und Tanzen von Friedenslieder mit Casi Eisenbarth und mir, sowie Einführung in Eutonie und Meditation mit Eleonore Massa und Klangmassage mit mir. Alles Workshops waren sehr gut besucht und auch die Bastelecken, die Stände mit dem Kunsthandwerk aus der forenischen Psychiatrie der Landesklinik erfreuten sich großer Menschenscharen. Obwohl Bauerngolf hier komischerweise nicht bekannt ist, wurde auch das viel gespielt und es gab drei Gewinner des dritten Platzes. Der See ludt ein zum Schwimmen, Boot fahren. Und bei allem spielte das Wetter großartig mit. Dank vieler, vieler Helfer aus dem Mitarbeiterteam der Neumühle, Verein und Freunden lief alles wie am Schnürchen und ätte kaum beeser sein können. Hier an diser Stelle allen mein liebevoller Dank und Freude über das gemeinsame Gelingen.


Ich freue mich bereits auf den nächsten Tag der offenen Tür nächstes Jahr, im Jubiläumsjahr der Neumühle, in dem wir 35 Jahre Bestehen feiern werden!


































Samstag, 15. August 2009

Menschlichkeit, Dialog und Begegnung - ein Tag mit Bischof Gaillot

Maria Himmelfahrt - 15.August - ein Feiertag, der mir immerschon viel bedeutet und nun noch dazu der Namenstag meiner Tochter ist, wurde durch den Besuch des Bischofs Jacques Gaillot nochmals um ein Vieles bereichert.
Ich bin noch ganz ergriffen, muss innerlich die Worte sammeln. Bischof Gaillot ist ein Mensch, der wegen seiner Kompromislosigkeit im Einsatz um Menschlichkeit von der Amtskirche "in die Wüste geschickt" worden ist, nach Partenia, wo seit dem 5.Jahrhundert keine Gemeinde mehr lebt und nur noch Palmen und Sand existieren. Anstatt sich mundtot machen zu lassen, hat er sich weiterhin für die Armen und Gedemütigten in unserer Gesellschaft eingesetzt. Er tut dies ohne zu verurteilen, er sucht immer den Dialog. Diesen Menschen zu erleben, wie er ist, hat mich tief in meiner Seele berührt, weil er direkt, offen und echt ist. Mitfühlend, ohne Etikette, ein Mensch, der ganz in seiner Würde und Nächstenliebe steht. Als jemand im Vortrag frug, was seine Kraftquellen wären, gab er zur Antwort: 1. die Begegnung mit anderen Menschen. 2. das Gebet, er betet, jeden Morgen für alle die, mit denen er zutun haben wird, ohne zu wissen, wer das nun im Einzelnen ist und am Abend betet er für die, denen er tatsächlich begegnet ist. 3. die Liturgie, es gab auch einen 4.Punkt, den ich leider nicht mehr präsent habe.
Diese Punkte sind schlicht und tief zugleich. Ich bin schon vielen Menschen begegnet, die vor allem ihre Kraftquelle im Rückzug sehen, stundenlanges Meditieren etc., was durchaus wichtig ist und seine Berechtigung hat, aber auch zum Teil impliziert, dass andere Menschen anstrengend sind. Für Gaillot ist die Begegnung mit anderen Menschen eine Kraftquelle, das finde ich wunderbar und genau das ist es sicher auch, was alle dazu bringt, ihm stundenlang zuzuhören und gerne in seiner Nähe zu sein.
Welcher Bischof würde sich in die Küche stellen und abtrocknen helfen? Jacques Gaillot half in der Küche mit und versuchte sich mit einpaar deutschen Wortfetzen zu unterhalten. Ja, ein Mensch unter Menschen, kein aufgesetzter Würdenträger, aber jede Pore voller Menschenwürde und Nächstenliebe.
Er hat ein Bistum in der Wüste, aber auch eines im Internet: http://www.partenia.org/deutsch/bible_ger.htm
Mit einem Zitat aus dieser Seite von heute möchte ich schließen.
Heute an Maria Himmelfahrt ist die Textstelle in der Bibel, in der Maria erfahren hatte, dass sie ein Kind erwartet und zu Elisabeth wandert. "Maria besucht Elisabet:Lukas 1,36–56
Elisabet drückt ihre Gefühle des Glücks aus, Maria besingt ihr Leben für Gott im Magnificat.
Indem wir die andern besuchen, werden wir zugleich von ihnen besucht, wir merken, dass auch sie offen sind und uns ihre Aufmerksamkeit schenken. Denn sie alle empfangen den Geist Gottes. Zögern wir also nicht, auf die andern zuzugehen, damit Klarheit geschaffen werden kann über unser Verhältnis zu ihnen und über uns selbst. Der Reichtum, der sich im Andern verbirgt, tritt zu Tage. Man gibt und empfängt. So ist es auch im interreligiösen Dialog.
Der Dialog mit dem Islam sowie mit den andern Religionen ist heute unerlässlich, nur so kann die Kenntnis des Glaubens der andern vertieft werden. Es ist ein langer Weg, der Demut und Vertrauen voraussetzt. Aber es wird daraus eine gegenseitige Befruchtung entstehen, wie beim Besuch von Maria bei Elisabet."