Herzlich Willkommen

Liebe Leser,
hier findet ihr Einträge rund um die Neumühle und NeuSehLand. Dieser Blog ist als virtuelles Tagebuch für alle gedacht, die das Zentrum bereits kennen, als Ergänzung zu unserem Newsletter.
Wer es aber noch nicht kennt, lese bitte den Text über diesem Willkommenstext und http://www.meditation-saar.de/ , sowie http://www.neusehland-saar.de/


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Mittwoch, 2. Dezember 2009

Eine berührende Lebensgeschichte

Über den Taizé-Vortrag von Michael Kunze am letzten Mühlensonntag, der zugleich der erste Advent war.
Die Glocken von Taizé läuten und wir hören die Choräle der Brüder, wie sie sie vor 30 Jahren sangen. Michael steht in der linken Ecke des Vortragssaales und läßt uns diesen akkustischen Eindrücke lauschen. Auf der Leinwand ist der grüne Hügel von Taizé im Frühling zu sehen. Eine gemütliche, ja adventliche Stimmung macht sich in mir breit. Die Choräle sind wunderschon, sie schwingen sich in mein Herz und machen es weit. Weit für die Worte, die bald darauf folgen, aus dem Tagebuch des ehemaligen Taizé-Bruders Michael. Alle Gäste lauschen aufmerksam, gebannt, wie Kinder. Es ist auch eine spannende Geschichte, die Michael vorliest, fast wie aus einem Lesebuch, aber das berührende daran: es ist sein Leben.
Wer Taizé kennt, lernt nun neue, sehr schöne Seiten kennen. Man wird auch nachdenklich, ist Taizé hauptsächlich ein Ort für Jugendliche oder werden wir Erwachsene auch mit offenen Armen aufgenommen?
Nach wie vor berühren mich die Worte aus den Regeln der Gemeinschaft und bleiben für mich die Essenz des Vortrages, des Nachmittages und vonMichael, dem ich mich als Mensch und Freund verbunden fühle:
Laß in deinem Tag Arbeit und Ruhe von Gottes Wort ihr Leben empfangen. Bewahre in allem die innere Ruhe, um in Christus zu bleiben.



Laß dich durchdringen vom Geist der Seligpreisungen:



Freude, Einfachheit, Barmherzigkeit.



Sonntag, 26. April 2009

Zen und die Kunst des Mithelfens



In vielen unserer Kurse ist die tägliche Mithilfe in Haus und Garten ein fester Bestandheit. Sinn dieser klösterlichen Tradition ist nicht etwa das Schikanieren der Gäste oder das Einsparen von Arbeitskräften, nein, die 45 minütige Mithilfe wie Unkraut jäten, Blumen pflanzen, das Treppenhaus fegen etc. dient der Vertiefung der meditativen Erfahrung. Stellt eine Hilfe zur Umsetzung der Meditation in den Alltag dar. Es hat auch ein wichtiges gemeinschaftliches Element in einer Welt, in der Viele solche Alltagsarbeiten unter Zeitdruck und allein tun. Innerhalb eines Kurses aber fällt es leicher, sich in aller Ruhe auf die Tätigkeit zu konzentrieren, die Bewegung, die frische Luft tun gut und die Gemeinschaft in der Gruppe ebenso.
Bis Freitag war wieder ein Zen-Sesshin unter der Leitung von Prof. Michael von Brück hier. Eine Woche Zen. Die Mithilfe fand im Schweigen statt, was eine intensive Stimmung in und um die Neumühle erschuf. Eine Athmosphäre, die auch Nicht-Übenden wie ich, die in der Mühle einfach wohnt gut tat und mich aus meinem Alltagsdruck immer wieder herausholte. Vor allem wohltuend war für meine Augen, die liebevolle Hinwendung und Ausführung der Mithilfe. Kein Schnell, schnelles dahin Arbeiten, um schnell fertig zu werden. Aufmerksames, liebevolles Hinwenden an die Aufgabe. So habe ich ein Foto gemacht, von dem Rosenbeet, was ein Teilnehmer gepflegt hat und wo er oder jemand anderes eine kleine Landschaftskunst aufbaute.
Diese Mitarbeit war für mich erneut ein Vorbild, wie ich meinen Alltag stressfreier und sinn-voller gestalten kann. Je mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung, an das, was ich tue, desto weniger Stress und Druck, aber um so mehr Schönheit, die dabei entsteht.
Der Zen-Kurs hat einen entscheidenen Beitrag zur Schönheit des Zentrums beigetragen und so tun dies viele Kurse. So ist die Neumühle wirklich ein Ort von Vielen für Viele. Dies spürt mann/frau dem Ort an, es schafft eine wohltuende, familäre Ahtmosphäre.