Ich erlaube mir, einige Sätze aus dem Brief einer Teilnehmerin der Burgundfahrt zu zitieren, die im Juli diesen Jahres als Kursreise stattfand. Aus Datenschutzgründen nenne ich die Verfasserin des Briefes nicht.
Aber meine Mutter hatte sich so über den Brief gefreut, dass sie ihn mit gab, um ihn hier zu veröffentlichen. Ich freue mich auch, wenn Veranstaltungen auf solch liebevolle und detaillierte Weise reflektiert werden und auch damit nochmals an Wert gewinnen. Danke sehr für diesen Brief.
"Liebe Eleonore Massa,
ich möchte mich sehr herzlich für die "Beigabe" das Buch Deine Mannes bedanken, das ich in der Bücher-Sendung aus der Neumühle vorgefunden habe!
Ich habe sehr lange gebraucht, um anzukommen: Die Reise war für mich erfüllt von neuen, reichen, sehr vielfältigen Erfahrungen und Eindrücken. [...]
Dass wir einen so ungewöhnlichen, leidenschaftlichen, begeisterten Führer hatten, der uns - neben den bekannten "hightlights"auch verborgene, versteckte Kostbarkeiten zeigen konnte, empfinde ich als großes Geschenk. Deine authentische, deutlich spürebare, aber völlig unaufdringliche Präsenz und Dein tiefgehender, sensilber Blick für Menschen begleiteten uns auf angenehme, zarte Weise. - Wenn einmal auf einer ähnlichen Reise mehr Zeit zur Verfügung steht, wäre es vielleicht schön, mehr zu wandern, und längere, gemeinsame Meditationen in Stille und Schweigen - in den herrlichen romanischen Räumen zu haben. Dies nur als kleine Anregung. Aber innerhalb des Zeitrahmens dieser Reise wäre das gar nicht mnöglich gewesen, oder wir hätten dann weniger Kunstwerke gesehen, was ihc auch nicht gewollt hätte! - Wir hatten ja die berührenden Abende in Taizé...
So sage ich nochmals DANKE! Für mich persönlich war diese Reise in vielerlei Hinsicht "richtig", bereichernd, richtungsweisend...ALLES GUTE - und liebe Grüße"
Montag, 21. September 2009
Montag, 14. September 2009
Trauer, Tod und Weiterleben
Am Samstag, den 12. September war eine Trauer-Gruppe aus Luxemburg da. Michael Kunze, Freund der Neumühle und von mir und Mirjam, sowie nun hauptberuflich Krankenhausseelsorger leitete die Gruppe von Trauernden der Hospizorganisation Omega90. Alle Teilnehmer haben einen geliebten Menschen kürzlich verlorgen und treffen sich wöchentlich, um sich gegenseitig zu stützen. Am Samstag kamen alle als Gastgruppe in die Neumühle, um zu meditieren, sich auszutauschen, gut zu essen und Eutonie mit meiner Mutter Eleonore Massa zu machen. Von der Eutonie waren alle sehr angetan, gebenso von der Gründergeschichte der Neumühle, die meine Mutter erzählte. Viele waren sehr ergriffen und hatten Tränen in den Augen, besonders als von meinem verstorbenen Vater die Rede war. Wer Leid erfahren hat, der kann auch mit anderen mitfühlen. Das ist ein Trost, auch für mich, die auch einiges an Trauer zu bewältigen hat. Trauer gehört zum Leben dazu, ist aber ein Tabu-Thema in unserer Gesellschaft. Wer trauert, wird oft gemieden und ausgegrenzt, denn die anderen fühlen sich verunsichert, wie sie mit einem umgehen sollen. Glücklichsein ist das Ziel und die Literatur ist voll von Rezepten zum Glücklichsein, gerde die letzten Monate springt es mir überall ins Auge. Darf man denn gar nicht traurig sein? Muss man immer glücklich sein? Aus der Sicht der Gehirnforschung können wir nicht immer glücklich sein, sondern brauchen viel eher den Wechsel zwischen Hoch und Tief. Also brauche ich vielleicht die Trauer, um glücklich sein zu können? Auf jeden Fall bin ich ein Mensch, der sich eingesteht, auch trauern zu müssen und der zugleich auch sehr, sehr glücklich sein kann.
Feuriger Abschluss
...der Kum Nye Ausbildung mit Matthias Steurich. In der letzten Woche fand der intensive Abschluss der Ausbildung in tibetischen Heilyoga, Kum Nye statt. Der Kurs war sehr dicht und vom Schweigen getragen. Eine tiefe, wohltuende Stille lag über der Gruppe. Zum feierlichen Abschluss wurden wir alle am letzten Abend ums Lagerfeuer am Wasserfall eingeladen.
Im nächsten Jahr möchte Matthias Steurich einige Weiterbildungskurse anbieten, an denen alle aus den letzten Ausbildungen teilnehmen dürfen. In diesen Weiterbildungen wird der Schwerpunkt auf dem eigenen Unterrichten liegen. Termine dazu sind noch in Planung.
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Montag, 31. August 2009
Tag der offenen Tür
ein gelungener Tag, voller Freude, schöner Begegnungen, gutem Essen, toller Workhops, berührender Liturgie und wunderbarem Wetter.
Ge
stern, am 30. August öffeneten NeuSehLand und die Neumühle alle ihre Türen und es strömten aus allen Himmelsrichtungen zahlreiche Menschen jeden Alters herbei. Ich schätze, der jüngste Mensch war 14 Monate und der Älteste gut und gerne 80 Jahre alt. Auch viele Jugendliche und Kinder kamen und erfreuten sich am Schwimmen im See, am Bauerngolf, am Filzen von Bällen und Basteln und am Konzert der 15 Jährigen Melissa Strunk aus Tünsdorf, die zum Teil selbstgeschrieb
ene Lieder mit eigener Gitarrenbegleitung sang.
stern, am 30. August öffeneten NeuSehLand und die Neumühle alle ihre Türen und es strömten aus allen Himmelsrichtungen zahlreiche Menschen jeden Alters herbei. Ich schätze, der jüngste Mensch war 14 Monate und der Älteste gut und gerne 80 Jahre alt. Auch viele Jugendliche und Kinder kamen und erfreuten sich am Schwimmen im See, am Bauerngolf, am Filzen von Bällen und Basteln und am Konzert der 15 Jährigen Melissa Strunk aus Tünsdorf, die zum Teil selbstgeschriebAber von vorne erzählt: Der Tag wurde eingerahmt mit jeweils einer Stunde Qi Gong Workshop mit Frau Dr. Pan (aus der Rehaklinik Orscholz) auf
der Terasse und am See, dann versammelten sich alle dicht gedrängt in der Krypta zur gemeinsamen liturgischen Feier mit Eleonore Massa. Dies war bereits am Vormittag einer der viel
en Höhepunkte, denn Viele waren sehr berührt von der ganzen Fe
ier.
der Terasse und am See, dann versammelten sich alle dicht gedrängt in der Krypta zur gemeinsamen liturgischen Feier mit Eleonore Massa. Dies war bereits am Vormittag einer der vielNach dem etwas chaotischen Mittagessen (es kamen fast doppelt so viele, wie angemeldet!) wurde in großer Runde auf dem Hof groß aufgetrommelt unter der Leitung von Inge Braun. Gleichzeitig war ein Empfang der Vips aus der Umgebung, so kamen der Bürgermeister von Perl und eine Vertreung für die Bürgermeisterin von Mettlach, ebenso eine Vertretung des Orscholzer Ortsvorstehers, im Saarland waren ja Wahlen, sodass eben eine Vertretung geschickt werden mußte. Später kam auch noch der Ortsvorsteher aus Tünsdorf. Es war eine se
hr interessierte, aufgeweckt eund wohlwollende Runde. Nach der Mühlenführung gab es zahlreiche weitere Workshops, wie das Singen und Tanzen von Friedenslieder mit Casi Eisenbarth und mir, sowie Einführung in Eutonie und Meditation mit Eleonore Massa und Klangmassage mit mir. Alles Workshops waren sehr gut besucht und auch die Bastelecken, die Stände mit dem Kunsthandwerk aus der forenischen Psychiatrie der Landesklinik erfreuten sich großer Menschenscharen. Obwohl Bauerngolf hier komischerweise nicht bekannt ist, wurde auch das viel gespielt und es gab drei Gewinner des dritten Platzes. Der See ludt ein zum Schwimmen, Boot fahren. Und bei allem spielte das Wetter großartig mit. Dank vieler, vieler Helfer aus dem Mitarbeiterteam der Neumühle, Verein und Freunden lief alles wie am Schnürchen und ätte kaum beeser sein können. Hier an diser Stelle allen mein liebevoller Dank und Freude über das gemeinsame Gelingen.
hr interessierte, aufgeweckt eund wohlwollende Runde. Nach der Mühlenführung gab es zahlreiche weitere Workshops, wie das Singen und Tanzen von Friedenslieder mit Casi Eisenbarth und mir, sowie Einführung in Eutonie und Meditation mit Eleonore Massa und Klangmassage mit mir. Alles Workshops waren sehr gut besucht und auch die Bastelecken, die Stände mit dem Kunsthandwerk aus der forenischen Psychiatrie der Landesklinik erfreuten sich großer Menschenscharen. Obwohl Bauerngolf hier komischerweise nicht bekannt ist, wurde auch das viel gespielt und es gab drei Gewinner des dritten Platzes. Der See ludt ein zum Schwimmen, Boot fahren. Und bei allem spielte das Wetter großartig mit. Dank vieler, vieler Helfer aus dem Mitarbeiterteam der Neumühle, Verein und Freunden lief alles wie am Schnürchen und ätte kaum beeser sein können. Hier an diser Stelle allen mein liebevoller Dank und Freude über das gemeinsame Gelingen.Ich freue mich bereits auf den nächsten Tag der offenen Tür nächstes Jahr, im Jubiläumsjahr der Neumühle,
in dem wir 35 Jahre Bestehen feiern werden!
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Paradiesische Zustände
Den ganzen Sommer über fühle ich mich von der Natur hier reich beschenkt und wie im Paradies. Ich gehe zu den Schafen und auf dem Weg dorthin stolpere ich über reife Pflaumen, die ich mir und meiner Tochter in den Mund stopfe, dann gehe ich ein paar Schritte weiter, ....lecker, lecker Brombeeren, Mirjam juchst! So viele Beeeeeeeeren und fängt an zu essen. Wir gehen zurück in Richtung Ses zu den Erdbeeren, die meine Mutter neu angepflanzt hat und
die den ganzen Sommer tragen und suchen die Sträucher nach neuen roten Früchten ab, wir werden fündig und laben uns daran, gehen zwei Schritte weiter zu den Himbeeren, die der Größe der Pflaumen Konkurrenz machen. Nach einer kleinen Schaukelpartie geht es weiter in de Wald, wieder an Brombeeren vorbei und auf der Weise finden wir tausende von Mirbellen auf dem Boden, warm von der Sonne und mit einer aromatischn Süße, die es einfach so nicht nochmal gibt. Es ist ein Paradies, wenn man seine Nahrung einfach aus dem Garten sammeln kann und frisch, wirklich frisch und ohne Gestank vom Supermarkt zubereiten und essen kann, oder am besten noch von der Sonne warm gleich in den Mund stecken kann. Ich wünsche jedem diese sinnen- und segensreiche Nahrungsaufnahme.
Auf dem Foto oben: liebe Helfer aus dem Kurs "Eutonie und Wandern" beim Zubereiten der Pflaumen für einen Pflaumenkuchen.
Montag, 24. August 2009
Frei sein
"Jesus Christus lehrt die Menschen, dass in ihnen etwas ist,
was sie über dieses Leben mit seinem Jagen, seiner Angst und Lust emporhebt.
Wer die Lehre Christi begreift, hat dasselbe Gefühl wie ein Vogel,
der bis dahin nicht wußte, dass er Flügel besitzt und nun plötzlich begreift,
dass er fliegen, frei sein kann und nichts mehr zu fürchten braucht."
Leo Tolstoj (1829-1910)
was sie über dieses Leben mit seinem Jagen, seiner Angst und Lust emporhebt.
Wer die Lehre Christi begreift, hat dasselbe Gefühl wie ein Vogel,
der bis dahin nicht wußte, dass er Flügel besitzt und nun plötzlich begreift,
dass er fliegen, frei sein kann und nichts mehr zu fürchten braucht."
Leo Tolstoj (1829-1910)
Wahre Heldinnen und Helden
Letzte Woche kam ich zufällig mit dem Vater einer früheren Freundin von mir aus der Grundschulzeit ins Gespräch. Er erzählte mir, ja, die drei Kinder seien schon lange aus dem Haus. Dafür haben sie nun die Oma als Pflegefall bei sich und einen weiteren Verwandten mit Downsyndrom. Die Eltern meiner Schulfreundin sind langsam auch nicht mehr so ganz neu, Ende Sechzig. Ich habe wirklich große Hochachtung vor den Menschen, die Tag für Tag und Nacht für Nacht für ihre Verwandten da sind und auch fähig sind, diese zu pflegen. Jede Nacht müssen sie zweimal raus. Junge Eltern laufen oft auf dem Zahnfleisch, weil sie wenig Schlaf bekommen, ich ja auch, aber sie sind jung und die Babies sind nur eine gewisse Zeit nachtraubend. Ein älterer Mensch hingegen oder ein Mensch mit Behinderung ist meistens über einen viel größeren, nicht absehbaren Zeitraum von der Pflege anderer abhängig. Für mich sind diese Menschen Helden. Von außen sieht das niemand, sie arbeiten still und unscheinbar und es ist bestimmt nicht leicht, dieser Aufgabe immer gerecht zu werden und sich dabei auch nicht zu vergessen. Für mich sind dies wirklich menschliche HeldInnen. Es ist so wichtig, dass es diese Menschlichkeit unter uns, für uns und mit uns gibt.
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