Herzlich Willkommen

Liebe Leser,
hier findet ihr Einträge rund um die Neumühle und NeuSehLand. Dieser Blog ist als virtuelles Tagebuch für alle gedacht, die das Zentrum bereits kennen, als Ergänzung zu unserem Newsletter.
Wer es aber noch nicht kennt, lese bitte den Text über diesem Willkommenstext und http://www.meditation-saar.de/ , sowie http://www.neusehland-saar.de/


Montag, 14. September 2009

Feuriger Abschluss


...der Kum Nye Ausbildung mit Matthias Steurich. In der letzten Woche fand der intensive Abschluss der Ausbildung in tibetischen Heilyoga, Kum Nye statt. Der Kurs war sehr dicht und vom Schweigen getragen. Eine tiefe, wohltuende Stille lag über der Gruppe. Zum feierlichen Abschluss wurden wir alle am letzten Abend ums Lagerfeuer am Wasserfall eingeladen.

Im nächsten Jahr möchte Matthias Steurich einige Weiterbildungskurse anbieten, an denen alle aus den letzten Ausbildungen teilnehmen dürfen. In diesen Weiterbildungen wird der Schwerpunkt auf dem eigenen Unterrichten liegen. Termine dazu sind noch in Planung.

Montag, 31. August 2009

Tag der offenen Tür


ein gelungener Tag, voller Freude, schöner Begegnungen, gutem Essen, toller Workhops, berührender Liturgie und wunderbarem Wetter.
Gestern, am 30. August öffeneten NeuSehLand und die Neumühle alle ihre Türen und es strömten aus allen Himmelsrichtungen zahlreiche Menschen jeden Alters herbei. Ich schätze, der jüngste Mensch war 14 Monate und der Älteste gut und gerne 80 Jahre alt. Auch viele Jugendliche und Kinder kamen und erfreuten sich am Schwimmen im See, am Bauerngolf, am Filzen von Bällen und Basteln und am Konzert der 15 Jährigen Melissa Strunk aus Tünsdorf, die zum Teil selbstgeschriebene Lieder mit eigener Gitarrenbegleitung sang.


Aber von vorne erzählt: Der Tag wurde eingerahmt mit jeweils einer Stunde Qi Gong Workshop mit Frau Dr. Pan (aus der Rehaklinik Orscholz) auf der Terasse und am See, dann versammelten sich alle dicht gedrängt in der Krypta zur gemeinsamen liturgischen Feier mit Eleonore Massa. Dies war bereits am Vormittag einer der vielen Höhepunkte, denn Viele waren sehr berührt von der ganzen Feier.




Nach dem etwas chaotischen Mittagessen (es kamen fast doppelt so viele, wie angemeldet!) wurde in großer Runde auf dem Hof groß aufgetrommelt unter der Leitung von Inge Braun. Gleichzeitig war ein Empfang der Vips aus der Umgebung, so kamen der Bürgermeister von Perl und eine Vertreung für die Bürgermeisterin von Mettlach, ebenso eine Vertretung des Orscholzer Ortsvorstehers, im Saarland waren ja Wahlen, sodass eben eine Vertretung geschickt werden mußte. Später kam auch noch der Ortsvorsteher aus Tünsdorf. Es war eine sehr interessierte, aufgeweckt eund wohlwollende Runde. Nach der Mühlenführung gab es zahlreiche weitere Workshops, wie das Singen und Tanzen von Friedenslieder mit Casi Eisenbarth und mir, sowie Einführung in Eutonie und Meditation mit Eleonore Massa und Klangmassage mit mir. Alles Workshops waren sehr gut besucht und auch die Bastelecken, die Stände mit dem Kunsthandwerk aus der forenischen Psychiatrie der Landesklinik erfreuten sich großer Menschenscharen. Obwohl Bauerngolf hier komischerweise nicht bekannt ist, wurde auch das viel gespielt und es gab drei Gewinner des dritten Platzes. Der See ludt ein zum Schwimmen, Boot fahren. Und bei allem spielte das Wetter großartig mit. Dank vieler, vieler Helfer aus dem Mitarbeiterteam der Neumühle, Verein und Freunden lief alles wie am Schnürchen und ätte kaum beeser sein können. Hier an diser Stelle allen mein liebevoller Dank und Freude über das gemeinsame Gelingen.


Ich freue mich bereits auf den nächsten Tag der offenen Tür nächstes Jahr, im Jubiläumsjahr der Neumühle, in dem wir 35 Jahre Bestehen feiern werden!


































Paradiesische Zustände


Den ganzen Sommer über fühle ich mich von der Natur hier reich beschenkt und wie im Paradies. Ich gehe zu den Schafen und auf dem Weg dorthin stolpere ich über reife Pflaumen, die ich mir und meiner Tochter in den Mund stopfe, dann gehe ich ein paar Schritte weiter, ....lecker, lecker Brombeeren, Mirjam juchst! So viele Beeeeeeeeren und fängt an zu essen. Wir gehen zurück in Richtung Ses zu den Erdbeeren, die meine Mutter neu angepflanzt hat und die den ganzen Sommer tragen und suchen die Sträucher nach neuen roten Früchten ab, wir werden fündig und laben uns daran, gehen zwei Schritte weiter zu den Himbeeren, die der Größe der Pflaumen Konkurrenz machen. Nach einer kleinen Schaukelpartie geht es weiter in de Wald, wieder an Brombeeren vorbei und auf der Weise finden wir tausende von Mirbellen auf dem Boden, warm von der Sonne und mit einer aromatischn Süße, die es einfach so nicht nochmal gibt. Es ist ein Paradies, wenn man seine Nahrung einfach aus dem Garten sammeln kann und frisch, wirklich frisch und ohne Gestank vom Supermarkt zubereiten und essen kann, oder am besten noch von der Sonne warm gleich in den Mund stecken kann. Ich wünsche jedem diese sinnen- und segensreiche Nahrungsaufnahme.

Auf dem Foto oben: liebe Helfer aus dem Kurs "Eutonie und Wandern" beim Zubereiten der Pflaumen für einen Pflaumenkuchen.

Montag, 24. August 2009

Frei sein

"Jesus Christus lehrt die Menschen, dass in ihnen etwas ist,
was sie über dieses Leben mit seinem Jagen, seiner Angst und Lust emporhebt.
Wer die Lehre Christi begreift, hat dasselbe Gefühl wie ein Vogel,
der bis dahin nicht wußte, dass er Flügel besitzt und nun plötzlich begreift,
dass er fliegen, frei sein kann und nichts mehr zu fürchten braucht."
Leo Tolstoj (1829-1910)

Wahre Heldinnen und Helden

Letzte Woche kam ich zufällig mit dem Vater einer früheren Freundin von mir aus der Grundschulzeit ins Gespräch. Er erzählte mir, ja, die drei Kinder seien schon lange aus dem Haus. Dafür haben sie nun die Oma als Pflegefall bei sich und einen weiteren Verwandten mit Downsyndrom. Die Eltern meiner Schulfreundin sind langsam auch nicht mehr so ganz neu, Ende Sechzig. Ich habe wirklich große Hochachtung vor den Menschen, die Tag für Tag und Nacht für Nacht für ihre Verwandten da sind und auch fähig sind, diese zu pflegen. Jede Nacht müssen sie zweimal raus. Junge Eltern laufen oft auf dem Zahnfleisch, weil sie wenig Schlaf bekommen, ich ja auch, aber sie sind jung und die Babies sind nur eine gewisse Zeit nachtraubend. Ein älterer Mensch hingegen oder ein Mensch mit Behinderung ist meistens über einen viel größeren, nicht absehbaren Zeitraum von der Pflege anderer abhängig. Für mich sind diese Menschen Helden. Von außen sieht das niemand, sie arbeiten still und unscheinbar und es ist bestimmt nicht leicht, dieser Aufgabe immer gerecht zu werden und sich dabei auch nicht zu vergessen. Für mich sind dies wirklich menschliche HeldInnen. Es ist so wichtig, dass es diese Menschlichkeit unter uns, für uns und mit uns gibt.

Mittwoch, 19. August 2009

Eutonisches Wandern - 27.8.bis 30.8.09

Des Wandern ist des Müllers Lust
Wer gerne wandert und nochdazu gerne in seiner Mitte ist und noch dazu seinem Körper Entspannung und Wohlbehagen gönnen möchte, kann beim Urlaubsworkshop Eutonie und Wandern mit Eleonore Gottfried-Massa und Aloisius Pongratz teilnehmen.
Eleonore Massa ist als Eutoniepädagogin für die täglichen Entspannungsübungen zuständig, die Körper, Geist und Seele in Einklang miteinander bringen und ein heiteres und ausgeglichenes Dasein hervorrufen, mit dem man dann wunderbar in der Natur wandern kann und sich seines neuen Körpergefühls erfreuen kann. Die Natur wiederum unterstützt diesen Entspannungs-und Ausgleichprozess und führt zu innerer Ruhe und Kraft. Es werden Zeiten der Stille mit Zeiten des Austausches in der Gruppe abwechseln und einander ergänzen.

Beziehungsweise(n)

Nochmal kurz was von Bischof Gaillot.
Er hat den Gedanken geäußter, dass man froh sein kann, wenn man nicht alles hat und nicht alles kann, denn dadurch geht man in den Dialog mit anderen, damit sie einem helfen.
D.h. er bedauert alle diejenigen, die genug Geld haben, die alles können und daher (vermeintlich) niemanden brauchen. Ich meine ja, das gibt es ohnehin nicht, jeder Mensch braucht andere Menschen, aber es gibt wirklich diejenigen, die denken, niemanden zu brauchen und dann sehr einsam sind. Mangel als Dialogförderer? Man muss mit dieser Aussage vorsichtig sein. Zuoft ist Mangel auch Ursache von Gewalt und Unrecht. Doch, vielleicht kann man sagen, ein gewisses Maß daran ist eine Hilfe zum Dialog, weil man wirklich auf die anderen um einen herum angewiesen ist. Es ist nicht leicht, sich einzugestehen, Hilfe zu benötigen, Hilfe anzunehmen. Man muss auf andere zugehen, bitten, seine Schwäche zeigen, wer will das schon? Aber macht es uns nicht einfach ein bisschen menschlicher und ist es nicht größer, anderen seine Schwächen zu zeigen, anstatt sie zu vertuschen? Der Neuropsychologe Joachim Bauer sagt, dass unser ganzes Sein auf Beziehung, Anerkennung und dem Miteinander ausgerichtet ist. Alles Bemühungen und Handlungen von uns Menschen haben im Grunde das Ziel, Liebe und Zuwendung zu bekommen und zu schenken. Der menschliche Organismus wird mit Glückshormonen beschenkt, wenn er anderen Vertrauen schenkt und wiederum der, dem vertraut wird, bekommt auch Glückshormone. Wenn wir Zuwendung geben und nehmen tritt dies ebenso ein und wer schonmal verliebt war, der weiß, welche Unmengen an diesen Hormonen im Körper herumschwirren und jede Normalität in den verrückten 7. Himmel heben.
Beziehung als Kern des Menschen? Dialog mit anderen, in Kontakt treten mit den anderen als Mitte des Seins? Ja, ich glaube, dass wir Gott im Gegenüber erfahren, ebenso wie in der Einsamkeit, in der das eigene Herz erfühlt wird und der Reichtum des Inneren erfahren wird.
Die Begegnung mit Bischof Gaillot war auf jeden Fall eine für mich sehr Markante und ich möchte bewußter meine Gegenüber wahrnehmen und ihnen begegnen. Seit seinem, Besuch bete ich jeden Morgen und Abend für die die ich treffen werde und die, die ich getroffen habe. Ein simples Gebet und doch mit großer Wirkung, wie ich finde.